OPEN HOUSE


heißt ein Programm-Zyklus, den der australische Komponist George Dreyfus komponiert hat. Wer sich jetzt fragt, aus welcher Schublade Dreyfus' Musik kommt, der wird verzweifeln. "OPEN HOUSE" heißt bei Dreyfus: Für alles offen.

Viele Stilrichtungen vereint der 1928 in Wuppertal geborene Komponist in seiner Musik. Dazu gehören Mainstream - "Rush" ist die Begleitmusik zu einer populären australischen Fernsehserie, die auch in Deutschland lief. Daneben steht Dreyfus' ernste Musik - sinfonische Werke, in denen Klänge des alten Europas und der modernen australischen Musik verschmelzen. Die Oper "Rathenau" diskutiert am Beispiel des 1922 ermordeten Reichsaußenministers das Problem deutsch-jüdischer Integration und Assimilation, das auch Dreyfus' Familiengeschichte bestimmt. Balladen greifen Themen australischer Geschichte auf, auch die Klänge der Aborigines hat Dreyfus aufgegriffen.

Ein Musiker auf der Suche, möchte man nach dieser Aufzählung meinen. George Dreyfus' Musik wird jedoch ganz eindeutig von seiner Biographie geprägt. 1939 kam er mit einem Kindertransport nach Australien und wurde so vor drohender Deportation und Vernichtung gerettet. In einem Kinderheim wartete er auf seine Eltern, die ihm schließlich nach Australien folgen konnten. Dreyfus selbst hat sich als einen Menschen beschrieben, dem gar nichts anderes übrig blieb, als sich seiner jeweiligen Umgebung anzupassen. Lange wollte er als australischer Komponist gelten, bevor er die alte und neuen Identität in sich akzeptierte und in seiner Musik verarbeitete.

George Dreyfus musiziert mit Bernard Hebb (USA) an der Gitarre und Andreas Evers (Deutschland) an der Flöte in einer Kammermusikbesetzung. Dreyfus selbst spielt Fagott; seine Auftritte werden oft nicht als Konzerte, sondern als Personality Show beschrieben. Neugier und Offenheit sollten die Zuhörer also mitbringen, die George Dreyfus' "OPEN HOUSE" betreten.


ausgewählte Pressestimmen

"Mit Schalk in der Musik -- Kammermusik-Trio von Dreyfus begeisterte ..."
HERZBERGER WOCHENBLATT

"... Die Gäste erlebten ein sehr lyrisch gehaltenes Konzert, das jüngere und ältere Zuschauer gleichauf begeisterte. Mit Ohrwürmern verwöhnte George Dreyfus am Fagott mit seinen Partnern Bernard Hebb (Gitarre) und Andreas Evers (Flöte) das Publikum ..."
LAUSITZER RUNDSCHAU/ELBE-ELSTER-RUNDSCHAU